Über mich
Mandy Falke
Wenn mich jemand fragt, wer ich bin, neige ich dazu, die Fakten aufzuzählen. Ich glaube aber, um zu verstehen, wer jemand wirklich ist, lohnt es sich, auf die Kleinigkeiten des Alltags zu blicken. Beides steht deshalb auf dieser Seite.

Werdegang
Der Reihe nach
2017 wurde bei mir Brustkrebs diagnostiziert. Es folgten 16 Chemozyklen, eine beidseitige Mastektomie und Bestrahlungen. Aus dem, was ich in dieser Zeit aufgeschrieben habe, entstand mein erstes Buch.
2019 gründete ich einen gemeinnützigen Verein, um Krebserkrankte durch eine wertschätzende fotodokumentarische Begleitung zu unterstützen.
Haltung
Was meinen Blick prägt
Hauptberuflich arbeite ich als Journalistin. Präzises Beobachten, gutes Zuhören und Sprache als Werkzeug sind dort ebenso zentral wie in der psychologischen Arbeit.
Mein abgeschlossenes Psychologiestudium sowie meine Ausbildungen im Bereich systemisches Arbeiten und Seelsorge prägen meinen Blick auf Krankheit, Krise und Bewältigung. Ich arbeite ehrenamtlich als Notfallseelsorgerin.
Theorie war mir dabei nie genug. Ich wollte wissen, wie Haltung, Sprache und Beziehung wirken, wenn es wirklich ernst wird. Aus diesem Antrieb heraus habe ich ein ehrenamtliches Projekt ins Leben gerufen, das ein Jahr lang lief und sich am Ansatz der würdezentrierten Therapie orientierte. In diesem Rahmen habe ich mit Palliativpatienten ehrenamtlich Biografiearbeit geleistet. Es geht um Lebensgeschichten, um Sinn, um Würde.
Presse
Aus meiner journalistischen Arbeit
Als Journalistin schreibe ich über ganz unterschiedliche Themen. Manchmal führt mich meine Arbeit aber auch zu den Themen dieser Seite – Sterben, Abschied, Selbstbestimmung nach der Diagnose. Drei Beispiele aus den letzten Jahren:
Kakao um drei, Stille am Bett: Nachtschicht im Hospiz (öffnet in neuem Tab)
Eine Nacht lang habe ich eine Pflegefachkraft im Braunschweiger Hospiz begleitet – von der Abendrunde bis zum Frühdienst.
„Eine Frau braucht doch Brüste“ – wirklich? (öffnet in neuem Tab)
Reportage und Kommentar über die Entscheidung, nach Brustkrebs ohne Wiederaufbau zu leben – ein Weg, den ich selbst gegangen bin.
Nachgefragt im Hospiz Salzgitter: Wie geht gutes Sterben? (öffnet in neuem Tab)
Pflegekräfte, ehrenamtliche Hausmeister und eine Bewohnerin des Hospizes erzählen, was für sie gutes Sterben bedeutet.
Nebenbei
Ein paar unkonventionelle Fakten
Was lässt jemandes Herz höherschlagen, und bei welchem Lied fängt er an, mit den Tränen zu kämpfen? Wann hat er zum letzten Mal so richtig herzhaft gelacht, und worüber? Und woran denkt er, wenn er nachts nicht schlafen kann? Deshalb hier ein paar eher unkonventionelle Fakten über mich:
- Ein Zahnarztbesuch? Kein Problem. Aber bring mich bitte nicht zum Friseur oder zu Ikea.
- Manchmal träume ich davon, über Nacht in einem Bio-Supermarkt eingeschlossen zu sein. Ach, diese Möglichkeiten!
- Wenn es ein Talent-Buffet gäbe, würde ich mich für Singen und Malen entscheiden. Aber das Universum hatte andere Pläne.
- „Das Wetter ist schön heute“ und „Ach, du bist auch hier beim Einkaufen?“ – Smalltalk ist immer wieder eine Herausforderung für mich.
- Ich finde, dass Unpünktlichkeit eine sehr subtile Art ist, mangelnden Respekt auszudrücken. Darum versuche ich, immer pünktlich zu sein.
- Ich kann keine Filme allein gucken, die eine FSK 16 oder höher haben.
- Meine Lieblingsjahreszeit ist der Herbst, gefolgt vom Frühling. Sommer und Winter mag ich nicht besonders – und ich habe noch nie verstanden, worin eigentlich der Spaß beim Skifahren bestehen soll.
- Geschminkt wird man mich nicht antreffen. Aber ich beherrsche das Augenrollen in zehn Varianten – ein Talent, das oft unterschätzt wird.
- Ich habe eine Ausbildung als Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte als Jahrgangsbeste absolviert – und danach einen Job im Callcenter angenommen, bei dem sich herauskristallisierte, dass ich nie auch nur ein einziges Zeitungsabo verkaufen würde.
- Ich habe mit 18 aufgehört zu rauchen. Dürfte ich mir eine Henkersmahlzeit aussuchen, wäre aber auf jeden Fall eine Schachtel Zigaretten dabei.
- Wenn ich in der Dusche fertig bin, dusche ich mich anschließend noch einmal komplett mit kaltem Wasser ab – und sehe dabei auf keinen Fall fröhlich aus.
- Eine Zeit lang habe ich versucht, eine Rohkostvariante von Mozartkugeln zu entwerfen. Es ist mir noch nie zu meiner Zufriedenheit geglückt. Wenn also jemand ein gutes Rezept hat …
Verein
Momente, die bleiben e. V.
Seit 2019 gibt es den gemeinnützigen Verein, den ich gegründet habe. Er bewahrt Erinnerungen und Lebensgeschichten von Menschen mit Krebserkrankungen – in Bild und Wort, für Betroffene kostenlos. Zur Vereinsseite (öffnet in neuem Tab)


