Ist der Tod das Ende?

Was kommt, wenn man stirbt und scheinbar nichts mehr kommt?
Die Möglichkeiten:

Der Tod ist das ultimative Ende.

oder

Irgendetwas von uns existiert nach dem Tod noch weiter.

Die erste Möglichkeit frisst mich auf.

Möglichkeit 2 scheint mir eine win-win-Situation zu sein: Entweder habe ich recht oder ich kriege nicht mit, dass ich unrecht hatte.

Nähere ich mich zumindest theoretisch der Alternative 2, eröffnen sich weitere Möglichkeiten:

Wartet irgendwo ein Gott? Werden wir wiedergeboren? Werden wir einen Körper haben? Unsere Erinnerung mitnehmen? Unsere Lieben irgendwann wiedertreffen? Das Weltgeschehen weiter beobachten können?

Vielleicht ist unser Leben hier nicht der einzige Anfang und das einzige Ende.
Die Transzendenz-Philosophie erscheint mir in diesem Zusammenhang interessant (= bezeichnet etwas, was jenseits des Bereiches möglicher Erfahrung liegt bzw. jenseits der herkömmlichen Vorstellungskraft). #KritikderreinenVernunft

Wir sind hier sehr festgelegt, was unsere Konzepte von Materie, von Zeit, Raum, Physik, Ego, Kommunikation, Polarität angeht. Was wäre alles möglich, wenn man hier Variablen mit einbezieht, die für unser Bewusstsein gar nicht greifbar sind?
Wir leben in einem Körper, sprechen miteinander um Gedanken auszutauschen, müssen essen und schlafen, die
Prinzipien der Schwerkraft beachten und unterteilen Sachen in gut und schlecht. Die Zeit spielt eine wesentliche Rolle in unserem Leben und die Gesetze der Physik. Was, wenn vollkommen andere Konzepte möglich wären?

Ich kann mir vorstellen, dass ich mal daran glauben kann, dass es jenseits des hier Erfahrbaren noch etwas gibt. Und dass die Energie, die dem Ganzen zugrunde liegt, gut ist.

Vielleicht wird es eine Erklärung dafür geben, dass wir auf dieser Welt waren, warum manche Menschen Glück in diesem Leben hatten und andere nicht, warum man-che Leidensgeschichten so grausam waren und manche Leben so einfach. Warum wir den Sinn, den ich so oft schon verzweifelt gesucht habe, bis zu einem bestimmten Punkt nicht erkennen konnten. Er aber trotzdem immer da war.
Ich denke, ich fände es schön, an so etwas zu glauben.