„Mama, glaubst du an Gott?“

„Mama, glaubst du an Gott?“

„Oh, ich weiß nicht. Ich bin mir da nicht so sicher. Weißt du denn mittlerweile, ob du an ihn glaubst?“ „Ja, das tue ich.“

„Das ist schön. Und hast du eine Idee, wie er aussehen könnte?“

„Ja. Groß. Und nackig.“

„Nackig?“

„Na klar, oder meinst du etwa, dass es im Himmel Klamotten gibt?“

„Mama, warum hat Gott denn eigentlich die Menschen erschaffen?“

„Puh. Also wahrscheinlich wollte er, dass wir leben und sah das irgendwie als sinnvoll an.“

„Im Religionsuntericht haben wir auch schon Jesus kennengelernt.“

„Ah, und kannst du mir erzählen, wer Jesus war?“

„Das weiß ich nicht mehr. Aber wir haben ihn bunt angemalt.“

„Lebt Gott denn für immer oder kann er auch mal sterben?“

„Nein, also die Leute, die an Gott glauben, glauben daran, dass er nicht sterben kann.“

„Und der Weihnachtsmann? Kann der sterben?“

„Nein.“

„Und der Nikolaus?“

„Auch nicht.“

„Der Osterhase?“

„Ne“

„Aber der Mensch schon. Das ist doch unfair.“

„Ja Schatz, ich finde auch, dass nicht immer alles fair erscheint. Aber vielleicht macht es trotzdem Sinn, dass alles so ist, wie es ist. Auch wenn uns das nicht immer gefällt.“

„Glaubst du, dass das so ist?“

„Jeden Tag ein bisschen mehr, mein Schatz.“