Messe „Leben und Tod“ in Bremen

Seit 10 Jahren gibt es in Bremen die Messe „Leben und Tod“. Sie bietet einen interessanten Rahmen für alle, die sich privat oder beruflich mit diesem Thema auseinandersetzen möchten.

Die Messe richtet sich sowohl an Fachbesucher, als auch an Interessierte, die sich dort zu den verschiedensten Themen informieren und beraten lassen können.

Es geht hier nicht nur darum, sich mit dem Sterben an sich zu beschäftigen, sondern auch darum, den Sinn im Leben zu finden, einander aufgeschlossen zu begegnen und individuelle Möglichkeiten zum Umgang mit diesem Thema aufzuzeigen.

Die diesjährige Ausstellerliste kann auf der Homepage eingesehen werden.

Neben den regulären Ausstellungsangeboten gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm bestehend aus Lesungen, Fachvorträgen, Vorträgen, Filmvorstellungen und Diskussionsrunden.

Nachfolgend findet sich eine nicht vollständige Vorstellung der einzelnen Stände und Angebote:

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mapapu – Seelentröster aus der Kleidung von Verstorbenen

Der Stand von mapapu bietet ein Kuscheltier an, das aus der Kleidung eines geliebten Verstorbenen für die Angehörigen hergestelt wird. Das Kuscheltier soll so eine besondere Erinnerung darstellen und einen gesunden Trauerprozess unterstützen.

Die einzelnen Kuscheltiere sehen sehr niedlich aus und wirken sehr hochwertig.

Es werden auch Zapos angeboten. Hierbei handelt es sich um Ponchos, in dieVerkleidung von Verstorbenen eingenäht wird.



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DGHS – Patientenverfügung


Die DGHS (Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben) informiert über ihr Motto „Mein Weg. Mein Wille“.

Ziel der DGHS ist es, beim Sterben die Menschenwürde eines jeden Einzelnen zu erhalten. Sie setzt sich auf vielfältige Weise für mehr Freiheit am Lebensende ein.

Die Gesellschaft hat derzeit rund 25.000 Mitglieder. Sie unterstützt ihre Mitglieder beim Erstellen und, falls nötig, beim Durchsetzen ihrer Patientenverfügung und klärt über die Wichtigkeit, Formvorschriften und Formulierung solcher Verfügungen auf.

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Der Beerdigungs-Clown


Kaala Knuffl ist ein Beerdigungs-Clown.
Hinter diesem Konzept steckt die Dipl.-Psychologin Birgit Sauerschell, die auch Erfahrung als Klinik-Clown hat.

Der Beerdigungs-Clown eignet sich zum Beispiel dafür, um Kindern im Vor- und Grundschulalter den Einstieg zu den Themen Tod, Verlust und Trauer zu erleichtern.

Hierbei wird versucht, zu vermitteln, dass Trauer ein Prozess ist, in dem alle Gefühle erlaubt sind und es kein Richtig oder Falsch gibt.

Diese Spielsequenz kann beispielsweise von Kindergärten, Grundschulen oder anderen Einrichtungen gebucht werden. Gemeinsam mit dem Lehrer/Erzieher/Betreuer besteht die Möglichkeit, dieses Thema anschließend in der Gruppe zu behandeln.

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Männer und Trauer – Dr. Martin Kreuels

Dr. Martin Kreuels ist ein Biologe, der private Erfahrungen mit Sternenkindern, Suizid-, Depressions- und Krebspatienten gesammelt hat. Er ist verwitwet und alleinerziehender Vater von vier Kindern. Er hat eine Grundausbildung in Hospizbegleitung absolviert und leitet eine Männersprechstunde beim DRK in Erbach. Er ist zudem Dozent, Autor und Ausbilder im deutschsprachigen Raum für das Thema Männertrauer.

Er hat ein Buch über seine eigenen Erfahrungen geschrieben und bietet Coachings für andere betroffene Männer an.

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Robert Enke Stiftung

Die Robert Enke Stiftung informiert über Projekte, Maßnahmen und Einrichtungen, die über Herzkrankheiten von Kindern sowie Depressionskrankheiten aufklären.

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Tröstende Pfoten

Der Verein „Tröstende Pfoten – Therapiebegleithunde für Deutschland e. V.“ setzt sich für schwer erkrankte Menschen mit einer lebens-verkürzenden Diagnose ein.

Die Therapiebegleithundeteams sollen Palliativ-Patienten und deren Angehörigen Hoffnung und Trost in einem von Sorgen und Ängsten geprägten Lebensabschnitt vermitteln.

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Bestattungspielzeug

Das Bestattungsspielzeug soll Kindern den spielerischen Zugang zu den Themen Tod und Trauer erleichern.

Einen ausführlichen Artikel über die Art, Verwendung und den Sinn dieses Spielzeugs findet man auf dem Blog Trauer ist Leben.



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SeelenSport

SeelenSport stellt ein Konzept vor, um Trauer durch Bewegung besser zu verarbeiten.

Die Initiatiorin ist Katrin Biber, die auch regelmäßig einen Seelenlauf für ihre verstorbene Schwester veranstaltet.

Ihr hat Sport bei der Bewältigung eigener Verluste geholfen und sie möchte nun auch anderen Menschen diesen Weg aufzeigen. Es werden hierzu Workshops, Einzeltrainings oder eine Erholungswoche angeboten.

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Nano Solutions – besondere Erinnerungsstücke

Nano Solutions bietet individuellen Erinnerungsschmuck an.

Der Erinnerungsschmuck Nano Secret besitzt auf der Rückseite eine „Memory-Kammer“, in der persönliche Erinnerungen an einen geliebten Menschen aufbewahrt werden können.

Mit der Nano LifeLines ist es möglich, Abdrücke von Fingern, Füßen, Händen, Tatzen oder Pfoten zu verewigen.

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Kinder-Hospiz Sternenbrücke

Das Kinder-Hospiz Sternenbrücke informiert unter dem Motto „Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben“ über ihre wichtige Arbeit.

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Die Wasserurne

Die Wasserurne möchte eine Alternative zu herkömmlichen Urnen vorstellen. Die Urne ist mit einem patentiertem System versehen, wodurch die Asche von einem selbst zu bestimmenden Zeitpukt allmällich an die Erde abgegeben werden kann.

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Bundesverband Kinderhospiz e. V.

Der Bundesverband Kinderhospiz vertritt stationäre und ambulante Kinderhospizeinrichtungen in Deutschland und setzt sich für eine Enttabuisierung des Themas „Kinder und Tod“ ein. Er möchte so betroffene Kinder und Familien aus dem sozialen Abseits holen.

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mementostich – textile Trauerarbeiten

Hinter mementostich steht Frau Gabi Gumpel. Sie bietet an, aus Kleidung Verstorbener eine Patchworkdecke, einen Patchworkhut oder andere Erinnerungsstücke anzufertigen.

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Der Erinnerungsdiamant

Die Firma ALGORDANZA bietet an, aus Haare und Asche einen Erinnerungsdiamanten herzustellen.

Ein Erinnerungsdiamant ist ein synthetisch hergestellter Dimanent, der identische Eigenenschaften hat wie ein natürlicher Diamant.

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Eifeler Urnen Manufaktur

Die Eifeler Urnen Manufaktur bietet außergewöhnliche Urnen aus Holz an. Die Holz-Urnen sind biologisch abbaubar und enthalten keine giftigen Klebstoffe oder Farben und kommen so wieder zurück in den Kreislauf der Natur.

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MEVISTO – Edelstein aus Haaren und Asche

Die Firma Mevisto Edelsteinmanufaktur hat ihren Sitz in Österreich.
Der Firmenname setzt sich zusammen aus „Me = Metamorphose“ und „Visto = sichtbar machen“. Es werden Edelsteine hergestellt, in denen nachweislich Haare oder Asche der Verstorbenen gebunden sind.

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Christop Gilsbach – Pantomime

Christoph Gilsbach studierte klassische Pantomime und setzt sich für eine lebendige Begegnung mit dem Thema Tod ein. Beispielsweise hat er ein
Pantomimenstück zur Trauer von Kindern und Jugendlichen umgesetzt („Tränen, Trauer, Hoffnungsschimmer“). Er bietet auch Workshops speziell für Pflegekräfte und Pädagogen an und veranstaltet Seminare zum Thema „Humor in der Sterbebegleitung“.

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Deutsche Palliativ-Stiftung

Die Deutsche Palliativstiftung informiert über ihre Arbeit und ihre Publikationen.

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Trees of Memory e. V.

Der Verein TREES of MEMORY e.V.  hat das Anliegen, Menschen nach dem Suizid ihrer Angehörigen eine neue Lebensperspektive zu bieten. Der Verein bietet umfassende Informationen und persönlichen Austausch durch ein breites Netzwerk.

Zudem wird Unterstützung für Menschen angeboten, die Suizidgedanken haben. Hierzu gehört vor allem Aufklärungsarbeit über das Entstehen von Depressionen, aber auch über möglche Behandlungsoptionen.

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Organspendeausweis

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert über den Organspendeausweis.

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Herzenssachen – Nähen für Sternchen und Frühchen


Der Verein „Herzenssachen – Nähen für Sternchen und Frühchen“ näht, strickt, häkelt und bastelt ehrenamtlich für Sternenkinder und für Frühchen.

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Death Slam

Abends fand ein Death Slam statt, den das Magazin Drunter & Drüber organisiert hat.

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Weitere Impressionen:


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