Archive for Gedankenschnipsel Seite 5
Kategorie: Gedankenschnipsel

Hier findet ihr einige Texte und Gedanken von mir.

Raubt Glück oder Angst den Atem?

Manchmal meine ich, ich müsste wahnsinnig werden. Ich
glaube mein Mann würde an dieser Stelle sagen, „Welch
ein Glück, dass du das vorher schon warst.“

Ich. habe. Angst. Die Schallplatte hat längst einen Sprung. (*Triggergefahr*)

„Wie war das Laufen, Schatz?“
„Gut“, sage ich, weil ich schon so oft alles andere gesagt
habe und mir selbst gerade so verdammt überdrüssig bin.
Ich will die Worte nicht mehr sagen, nicht mehr denken,
nicht mehr spüren. Ich. habe. Angst. Die Schallplatte hat
längst einen Sprung.

Angst frisst Gegenwart?

Letztes Jahr, ungefähr zu dieser Zeit, las ich während der Chemo ein Buch über einen Krebserkrankten. Er durchlief die üblichen Akutbehandlungen, besuchte eine Reha und kehrte an seinen Arbeitsplatz zurück. Er beschrieb Phasen psychischer und körperlicher Stabilität. Es ging ihm

Versöhnung mit der Krebserkrankung?

„Der Tag, an dem ich mich mit der Krebserkrankung
versöhnte“ wäre eine Headline, die zu hoch gegriffen
wäre und so nenne ich es lieber „ein weiterer Tag, der
mich etwas über das Leben gelehrt hat“.

Hommage an das Leben

Er steht da. Guckt an sich herunter. Gibt mir das Taschentuch, mit dem er selbst den Joghurt von seinemPullover abgewischt hat und strahlt mich an. Irgendwasin seinem Verhalten ist anders als sonst und ich merke:der 1Jährige ist stolz auf sich.Diese

„Musst“ du ab jetzt immer dankbar sein?

Mit 12 Jahren wurden meine Weisheitszähne gezogen. Das war unter anderem deswegen so schmerzhaft, weil während des Eingriffs mein Kiefer ausgerenkt wurde. Ich saß also zwei Wochen zuhause, hatte Schmerzen und konnte weder essen, sprechen noch Zähne putzen. Und ich

be. kind. always.

Freitagmorgens…schlürfen wir kurz vor halb 8 zum Auto… …die vergangene Nacht war mies und nicht durch ausreichendSchlaf gekennzeichnet. Nachdem ich Kind 1und 2 im Auto angeschnallt habe, bleiben mir noch etwa30 Sekunden, um den vehement alle vier Gliedmaßenabstreckenden Jüngsten in

Wie du deine Zeit nutzen willst…

„Noch fünf Minuten“ erkläre ich mit Blick auf den wolkenverhangenen
Himmel. „Das ist viel zu wenig!“ erbost sich der 4jährige und
fängt aus einer Mischung von Trotz und Trauer an zu
weinen.

Krebserkrankung = Kampf?

Was meinen Leute eigentlich, wenn sie sagen, man müsse
gegen eine Krebserkrankung kämpfen?
Einen Kampf stelle ich mir so vor:
zwei Parteien stehen sich im Ring gegenüber. Auf Augenhöhe.
Es gibt Regeln. An die muss man sich halten.
Durch eigenes Bemühen hat man die Möglichkeit den
Kampf zu gewinnen.

Und ich erkenne beim besten Willen nicht die Parallelen
zu einer Krebserkrankung.

Meine Angst tanzt

Die Angst trägt heute eine Maske mit verwirrenden Mustern
und grellen Farben. Diese lässt jeden ihrer Gesichtszüge
noch erschreckender aussehen und man könnte
meinen, dass sie genau diesen Eindruck vermitteln möchte.

Ihr Kleid besteht aus Fetzen voller zerplatzter Träume,
schlafloser Nächte und möglicher Horrorszenarien, vor
deren Fantasie jeder Hollywoodregisseur neidvoll mit ausladender
Geste seinen Hut ziehen würde.

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