Archive for Gedankenschnipsel Seite 5
Kategorie: Gedankenschnipsel

Hier findet ihr einige Texte und Gedanken von mir.

Ab nach Irland mit dem Flügelbruch e. V.

Ich halte das Leben längst nicht mehr für selbstverständlich. Aber gestern gab es diesen einen Moment, an dem ich in diesem vorher noch nie besuchten, bezaubernden Land mit vielen anderen Frauen im Meer stand und dachte und fühlte, was Krebs doch für eine gottverdammte fucking Dreckskrankheit ist. Und wir krass geil es sich anfühlt, am Leben zu sein.

Von Fehlern, die man selber machen muss

Mein 4Jähriger hat vor wenigen Tagen Fahrrad fahrengelernt.Zwischen „Mama, ich werde das niemals schaffen“ und„Mama, guck mal, wie schnell ich fahren kann!“ lagen 15Minuten. Ich versuchte ihm zu erklären, dass es nicht darauf ankommt,wie schnell man fahren kann, sondern dass

Von der Statistik zu überleben (*Triggerwarnung*)

„Denken Sie dran, Sie sind keine Statistik. Vergessen Sie
alle Zahlen und Wahrscheinlichkeiten. Sie können nichts
über Sie als Einzelfall aussagen“.
Können sie das wirklich nicht?

erstmal die Diagnose googeln?

„Google bloß nicht!“, wie oft habe ich diesen Satz schon
gehört? „Google ist gefährlich und verbreitet irreführende
Halbwahrheiten“. Ist das wirklich so?

Raubt Glück oder Angst den Atem?

Manchmal meine ich, ich müsste wahnsinnig werden. Ich
glaube mein Mann würde an dieser Stelle sagen, „Welch
ein Glück, dass du das vorher schon warst.“

Ich. habe. Angst. Die Schallplatte hat längst einen Sprung. (*Triggergefahr*)

„Wie war das Laufen, Schatz?“
„Gut“, sage ich, weil ich schon so oft alles andere gesagt
habe und mir selbst gerade so verdammt überdrüssig bin.
Ich will die Worte nicht mehr sagen, nicht mehr denken,
nicht mehr spüren. Ich. habe. Angst. Die Schallplatte hat
längst einen Sprung.

Angst frisst Gegenwart?

Letztes Jahr, ungefähr zu dieser Zeit, las ich während der Chemo ein Buch über einen Krebserkrankten. Er durchlief die üblichen Akutbehandlungen, besuchte eine Reha und kehrte an seinen Arbeitsplatz zurück. Er beschrieb Phasen psychischer und körperlicher Stabilität. Es ging ihm

Versöhnung mit der Krebserkrankung?

„Der Tag, an dem ich mich mit der Krebserkrankung
versöhnte“ wäre eine Headline, die zu hoch gegriffen
wäre und so nenne ich es lieber „ein weiterer Tag, der
mich etwas über das Leben gelehrt hat“.

Hommage an das Leben

Er steht da. Guckt an sich herunter. Gibt mir das Taschentuch, mit dem er selbst den Joghurt von seinemPullover abgewischt hat und strahlt mich an. Irgendwasin seinem Verhalten ist anders als sonst und ich merke:der 1Jährige ist stolz auf sich.Diese

„Musst“ du ab jetzt immer dankbar sein?

Mit 12 Jahren wurden meine Weisheitszähne gezogen. Das war unter anderem deswegen so schmerzhaft, weil während des Eingriffs mein Kiefer ausgerenkt wurde. Ich saß also zwei Wochen zuhause, hatte Schmerzen und konnte weder essen, sprechen noch Zähne putzen. Und ich

Top