Archive for Gedankenschnipsel Seite 2
Kategorie: Gedankenschnipsel

Hier findet ihr einige Texte und Gedanken von mir.

Zitat von Osho

Du projizierst ständig etwas auf andere, was nichts mit ihnen zu tun hat; diese Dinge könnten durchaus einfach verborgene Kräfte in dir selber sein. Aber du weißt nicht, dass sie in dir verborgen sind, also projizierst du sie auf andere. Irgendwer wirkt auf dich egoistisch, vielleicht bist du ja der Egoist und projizierst nur. Irgendwer wirkt auf dich sehr wütend, die Wut könnte in deinem Innern sein – und der andere kommt dir nur als Projektionsfläche gelegen.

Quantenphysik?

Mit Physik kenne ich mich nicht gut aus. Im Herbst diesen Jahres traf ich eine Frau, die ihre Masterarbeit im Bereich der Quantenphysik geschrieben hatte. Die kannte sich gut aus. Und sie erzählte mir die aberwitzigsten Theorien darüber, was in dieser Welt und in diesem Universum eigentlich möglich wäre und wozu wir (noch) keinen Zugang haben.

Der Meditationslehrer

Er ist älter, als ich es erwartet hätte. Eigentlich wundert es mich auch nicht, denn er hatte mir bereits geschrieben, dass seine Ausbildung zum Meditationslehrer mittlerweile 50 Jahre her ist. Als er mir die Tür seiner Wohnung im Dachgeschoss öffnet, entschuldigt er sich prophylaktisch für das Chaos in seiner Wohnung. Auf dem Boden sind Holzdielen verlegt und in die verstaubten Bücher und Statuen in den Regalen fallen Sonnenstrahlen, die einen märchenhaften Charakter verleihen.

Utopie?

„Du machst das falsch“, sagen die Leute manchmal und meinen damit oft „MIR gefällt das nicht, was du machst“ oder „ICH würde es nicht so machen.“

„Mama, glaubst du an Gott?“

„Ja Schatz, ich finde auch, dass nicht immer alles fair erscheint. Aber vielleicht macht es trotzdem Sinn, dass alles so ist, wie es ist. Auch wenn uns das nicht immer gefällt.“

what the wise shaman told me

„Was den Menschen stört, ist kein gebrochenes Bein oder so. Ein Bein, was gebrochen ist, ist einfach nur ein Bein, was gebrochen ist. Der Rest ist, was wir daraus machen. „Oh, das Bein sollte nicht gebrochen sein. Das ist ungerecht.“ Und deswegen leiden wir.

Autofahrt durch Berlin

Wir fahren einmal quer mit dem Auto durch Berlin. Ich erzähle dem Mann neben mir meine Zweifel hinsichtlich meiner Lebenssituation. Er schaut mich an und zieht eine Augenbraue hoch.
„Komm, ich erzähl dir eine Geschichte“, fängt er an.

die Schönheit im Loslassen

„Dieser Blumenstrauß ist genau jetzt für uns schön. Ich
kann dir nicht versprechen, wie er morgen aussieht und
übermorgen ist er vermutlich verwelkt.
Aber wäre es nicht schade, wenn wir uns jetzt nicht über
seine Schönheit freuen können, nur weil diese morgen
vielleicht nicht mehr da ist?“

Spiritualität

Ich meine, vielleicht muss ich bald sterben und dann
stand ich da ohne Glauben an irgendwas und dachte mir
„Vielleicht bist du bald tot und dann bist du weg. Du
und all die Liebe, die du zu deinen Kindern hast. Einfach ausgelöscht.“ und ich war so wütend. Ohnmächtig. Verzweifelt.
Traurig. Wirklich grenzenlos traurig.

Ich konnte es nicht ertragen. Suchte in Kirchen. In buddhistischen
Zentren. Las Bücher. Sprach mit Menschen.
Forschte nach irgendwas, was diesen subjektiv sehr stark
empfundenen Leidensdruck zu mindern imstande wäre.
Und belächelte insgeheim die Menschen, die ihre Antworten
in der Spiritualität fanden.

Ode an die Meditation

Einatmen. Ausatmen. Ich möchte mich genau auf diese
simple Tätigkeit konzentrieren. Auf mehr nicht. Meditation
ist gut. Ich weiß das. Ich habe sogar mal ein Referat
darüber gehalten. Gnihihi. Also: An nichts denken.
Hm, aber ich denke ja an was.

Meine Gedanken sind wie Wolken: ich beobachte, wie
sie kommen und wie sie gehen. Ich halte sie nicht fest.
Überhaupt gar nichts sollte ich festhalten. Genau so mache
ich das jetzt.

Jetzt tut der Rücken weh. Wer kann schon bitte die ganze
Zeit so gerade sitzen? Ach Mist, jetzt denke ich ja doch.
Wie viel Übung braucht es eigentlich, um das hier zu
beherrschen?

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